Melinda Nadj Abonji, Goran Potkonjak und Jurczok 1001 laden herzlich ein zu
 
*** DAS LEBEN IST AUSLAND ***
 

Am 28. Oktober, um 20 Uhr, Theater Neumarkt, Chorgasse 5, Zürich

Es lesen und diskutieren der Autor László Végel und der Literaturkritiker Teofil Pančić. Beide leben und arbeiten in Novi Sad.*** Eine einmalige Gelegenheit, zwei inspirierende Intellektuelle der Vojvodina kennenzulernen, mit ihnen ins Gespräch zu kommen ***

Im Mittelpunkt des Abends steht der Text „Vertraute Fremde“ von Végel, den er für eine Anthologie verfasst hat und in dem er zwischen dem ungefährlichen, weil fernen Anderen und dem bedrohlichen Anders-Sein des „vertrauten Fremden“ unterscheidet: „Das andere und das Anders-Sein sind beileibe nicht ein und dasselbe: Über das andere kann man sich eine klare Meinung bilden, man weiss genau, ob es sich um einen Feind oder einen Freund handelt. Man weiss, mit wem man es zu tun hat. Das Anders-Sein hingegen ist rätselhaft und geheimnisvoll: Es flösst Angst ein, man macht sich schnell verdächtig, denn – um mit Rimbaud zu sprechen – man ist stets ein anderer, nie der, für den man sich ausgibt.“

László Végel, geboren 1941, schreibt Romane, Essays und Theaterstücke. Als Angehöriger der ungarischen Minderheit in Serbien ist er neben Danilo Kiš und Ottó Tolnai einer der großen Autoren der Vojvodina. Seinen ersten Roman veröffentlichte Végel 1967. Die „Memoiren eines Zuhälters“ waren, so Peter Esterházy, „ein Meilenstein für die moderne ungarische Literatur“.